Johannes
Der Plan war schon lange gefasst: Nach seiner Ausbildung bei teltarif.de wollte Johannes noch einmal was für sich tun und an die Uni gehen. Genug Wartesemester hatte er mittlerweile ebenfalls angesammelt, um im reifen Alter von 23 Jahren trotz mäßigen Abiturs einen medienaffinen Studiengang in irgend einer schönen Stadt belegen zu können.
Unerwarter Weise bekam Johannes dann aber die Möglichkeit, seine ursprünglich auf drei Jahre angesetzte Ausbildung aufgrund guter Leistungen um ein halbes Jahr verkürzen zu können. So war er schon im Januar 2007 statt wie geplant im Sommer fertig, auf einmal gab es ein zu füllendes Gab von neun Monaten - das Wintersemester beginnt im Oktober.
Da er erst einmal genug von Büroarbeit und außerdem nach 2x mageren 25 Tagen Jahresurlaub akutes Fernweh hatte, plante er kurzfristig einen Tripp ins ferne Südamerika. Der spanischen Sprache wollte er schon immer mächtig werden und es galt in Ruhe über einige Dinge nachzudenken, wofür eine gewisse räumliche Distanz nicht schaden kann. Chàvez war ein Grund für Venezuela als konkretes Ziel, die relative Unberührtheit der Natur verbunden mit einer spärlichen Besiedelung ein weiterer.
Am 16.02. ging es früh morgens von Frankfurt aus via Lufthansa in zehn Stunden nach Caracas, von da aus in einer weiteren Stunde - nach fünf Stunden Wartezeit - nach Valencia. Dort wurde er bereits von einer Gastfamilie erwartet, die er sich von einer Entsendeorganisation für viel Geld finden ließ und ihm hier bis August Obdach gewährt. Neben einem zweimonatigen Spachkurs bekam er zudem eine unbezahlte Stelle im Aquarium de Valencia organisiert.
Montag 4. Juni 2007 um 11:30 pm
[…] der vier wesentlichen Kollegen von Johannes im Aquarium bei dem, was man hier so unter “Arbeit” versteht: Abraham […]