Der Job
Nachdem die ersten zwei Wochen in Venezuela für Aklimatisierung draufgingen - sozusagen nebenbei arbeite Johannes im Gärtereiunternehmen seiner Gastmutter und kümmerte sich um die Grünanlagen von reichen Venezolanern - fing er Anfang März im Aquarium de Valencia an. Wie erwartet, war man nicht wirklich auf ihn vorbereitet und hatte keine festgelegte Tätigkeit für ihn erdacht.
Nachdem ihm von der einzigen englisch sprechenden Angestellten die Örtlichkeiten gezeigt und die Kollegen vorgestellt wurden, jobbte er einen Monat lang in immer anderen Bereichen. Mal war er in der Quarantänestation tätig und päppelte dem Aquarium übergebene Opfer von Verkehrsunfällen auf, mal verfütterte er lebende Ratten an Schlangen. Auch machte er zahlreiche Führungen von Schulklassen mit, die von Volontären (17-jährigen Touristikstudenten) begleitet wurden.
Mittlerweile arbeitet Johannes fix als Assistent des Delfintrainers. Seine Aufgaben: Gefrorene Fische mundgerecht zerschneiden und an die fünf Delfine verfüttern sowie die Säuberung des Beckenbodens, wofür er sich jeden Tag in einen Tauchanzug zwängt und eine Stunde lang in vier Metern Tiefe den Boden des 120 Jahre alten ehemaligen Trinkwasserspeichers mit Schmirgelpapier von Algen befreit. Er arbeitet fünfmal wöchentlich von “8:30″ bis “12:00″ sowie zweimal Nachmittags von “13:00″ bis “16:30″. An den anderen Tagen verhindern Sprachstunden nachmittägliche Arbeit. Die Anführungsstriche sind als Verweis auf die flexible Handhabung der Arbeitszeiten zu verstehen.