Anti-US
Als Vegetarierer kann Johannes mit McD zwar auch eher wenig anfangen, findet die Symbolik (Text über & unter MG: Lieber kämpfend sterben als versklavt leben) des Guten aber doch ein wenig zuviel. Dass die amerikanischen Fast Food Ketten hier prinzipiell bewaffente Securitys vor der Tür haben, ergibt durchaus Sinn.
Weitere beliebte Feindbilder der chàvistischen Stadtverschönerungen: Coca Cola & Pepsi. Die beiden Unternehmen haben den venezolanischen Getränkemarkt quasi unter sich aufgeteilt. So ist es fast unmöglich, stilles Wasser zu kaufen, welches nicht von Cola oder Pepsi vertrieben wird - ein Bombengeschäft, das Leitungswasser ist ungenießbar.
Besonders Pepsi ist ganz dick im Geschäft, deren Franchise-Nehmer einer der reichsten Männer des Landes. Die Produktpalette reicht von Bier (drei der vier populärsten Marken) über alle erdenklichen Softdrinks bis hin zu Milch, Jogurt und Spaghetti. Bleibt Chávez noch ein paar Jahre an der Macht, dürfte es für den Multikonzern aber zappenduster aussehen. Im Bereich “Verstaatlichung von Privateigentum” legt El Commandante ein mächtiges Tempo vor: Gerade erst hat es den TK-Quasimonopolisten und Mobilfunkbetreiber CanTV/Movinet erwischt, an dem sich die Regierung mittels sanften Drucks auf den bisherigen Mehrheitseigner Verizon die Aktienmehrheit sicherte.