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Worum geht`s?

Venezuela: Delfine, Stromausfälle und Tennis. Live aus dem real existierenden Chavinismus.

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Wappen Venezuelas

Viva la Copa

Venezuela ist im Fuballfieber – und das, obwohl ansich Baseball die Sportart Nr.1 im Land ist. Dennoch hat es die am Dienstag begonnene Copa America (Meisterschaft des sdamerikanischen Fuballverbandes, vergleichbar mit der EM) geschafft, die Leute in ihren Bann zu ziehen.
Das momentane Straenbild erinnert Johannes an Deutschland im Sommer 2006 – viele Menschen in weinroten Fuballtrikots, berall Reklame fr Copa-Produkte (z.B. Pepsi mit Copa-Geschmack) und eine alles beherrschende Berichterstattung in den Medien. Der erste Spieltag wurde gestern beendet und hat die Begeisterung nur noch intensiviert – der sdamerikanische Fuball ist dem europischen zumindest in Sachen Spielwitz, Zauberei und Emotionen um Welten voraus.
Venezuela wird trotz Heimvorteil keine Chance eingerumt, zu schwach ist die Equipe im Vergleich zu den umliegenden Fuballnationen. Bei 16 Copa-Teilnahmen haben es die Vinotintos bislang auf einen einzigen (Spiel-)sieg gebracht, der mittlerweile auch schon ber 40 Jahre zurck liegt. Das berstehen der Gruppenphase wre schon eine kleine Sensation, obwohl man mit Bolivien, Uruguay und Peru eher schaffbare Gegner erwischt hat. In der „Todesgruppe“ B etwa htten mit Ecuador, Mexiko und Brasilien gleich drei WM-Achtelfinalisten gewartet. Gegen Bolivien gab’s im Erffnungsspiel immerhin ein achtbares 2:2.
Klarer Turnierfavorit: Argentinien, das mit allen Weltstars (Messi, Riquelme, Heinze, Zanetti, Crespo…) dabei ist und Gold-Cup Gewinner USA gestern Abend mit 4:1 wegfegte. Titelverteidiger Brasilien tritt blo mit der zweiten Wahl an und musste beim 0:2 gegen Mexiko schon erfahren, dass dies fr die Copa wohl nicht genug sein wird.

Die Spiele werden gleich von zwei Kanlen live bertragen – dem privaten Venevision und TVes, Chvez‘ neuem ‚Brgerfernsehen‘. Das ist in etwa so, als wenn die WM 2006 exklusiv auf ARTE zu sehen gewesen wre.
Whrend Venevision die kompetenteren Moderatoren, die besseren Bilder und eine ansprechendere Show hat, punktet TVes mit weitesgehender Werbefreiheit. Wahrscheinlich, weil sich die Unternehmen mit Werbung beim RCTV-Nachfolger vor allem aus Imagegrnden sehr zurck halten. Im Privatfernsehen wird in den Matches praktisch mintlich ein anderes Werbelogo eingeblendet, Ecken, Freiste und Tore werden von den Reportern ‚Sponsored by‘ erwhnt. TVes macht hauptschlich Eigenwerbung und trommelt fr verschiedene Staatsapperate (TK-Konzern, lgesellschaft, Senat).

Oben: Offizieller Copasong. Reine Gute-Laune-Mucke: Der Refrain lautet – exklusive ols – ein wenig debil ‚wir wollen zum Fuball, wir wollen spielen. Ich will die Copa gewinnen.‘

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