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Worum geht`s?

Venezuela: Delfine, Stromausfälle und Tennis. Live aus dem real existierenden Chavinismus.

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Wappen Venezuelas

Archiv für die 'Aquarium' Kategorie

Nachgetragen

Die letzten vier Naechte in Venezuela verbringt Johannes in einem (gar nicht einmal so teuren) Fuenf-Sterne-Schuppen, direkt an der Karibikkueste und keine 15 Autominuten vom Flughafen entfernt. Nach knapp drei turbulenten, aber lebenswerten Reisewochen – Christoph ist gestern geflogen – steht Johannes der Sinn nun nur noch nach Entspannung. Die Tage verstreichen angenehm langsam mit Am-Pool-Herumliegen, Bier trinken und Tennis spielen.
In Deutschland erwartet Johannes bereits eine Menge Arbeit. Innerhalb von drei Tagen hat er sich bei der Uni Koeln (Studiengang: Medienwissenschaft) einzuschreiben – die auf dem Zulassungsbescheid vermerkte Frist will es so. Anschliessend folgt der uebliche Rattenschwanz von Wohnungssuche und Formalias.
Zum Abschluss noch ein paar Videos, die noch nicht verbloggt wurden und hier nicht fehlen sollten.

Am Ende der Welt: Johannes zerschneidet mit Kollegen aus dem Aquarium de Valencia ein entlaufenes und verendetes Rennpferd zur Verfuetterung des Fleisches an Zootiere.

Strandzelten

Jose macht sich ueber Johannes‘ Tatu-Mucke lustig

Delfin-Show vor leeren Raengen fuer ein TV-Team von TVS

Aus den umliegenden Bergen zugezogener Affe frisst seinen gefangenen Artgenossen die Fruechte weg

Geschrieben von Johannes Haupt am Freitag 17. August 2007

Die grosse Langeweile

Montags – ohne umherwuselnde Besucher – koennte man im Aquarium eigentlich mal ganz konzentriert seiner Arbeit nachgehen. Eigentlich. Die Realitaet sieht so aus, dass Johannes‘ Kollegen in einer stillen Ecke ihren Samstag-Nacht-Rausch ausschlafen, ueber Gott und die Welt quatschen oder einfach nur rumhaengen. Bedenkt man, dass die meisten Angestellten eine Sechs-Tage-Woche haben, kann man den Montag hier als eigentlichen Samstag ansehen.

Vielfach zeigen die Venezolaner ein erstaunliches Talent darin, total arbeitsam und gehetzt auszusehen, dabei in Wirklichkeit aber nichts zu tun. Dikfrey hat es im Video offenbar verdammt eilig, spatziert tatsaechlich aber nur von einem Plausch zum naechsten.

Was Johannes vor ein paar Monaten noch wahnsinnig gemacht haette – gepflegtes Nichtstun ueber Stunden -, findet er nun erstaunlicherweise ueberhaupt nicht mehr tragisch. Er spielt dann ein wenig mit den Delfinen (der Hit: Ein Seil ins Wasser werfen und sich daran quer durch’s Becken ziehen lassen), zaehlt Schildkroeten (irgendwas zwischen 120 und 150) oder beteiligt sich an Small Talks ueber Frauen, Sport (momentan die Copa, ansonsten eher Baseball) und Biersorten.

Geschrieben von Johannes Haupt am Montag 2. Juli 2007

In’s Publikum

Johannes wird wohl nie verstehen, was vor allem Kinder so geil daran finden, von den Delfinen nassgespritzt zu werden. Aus eigener Erfahrung – er reinigt tglich etwa eine Stunde lang den Beckenboden, solange ihn die Tiere in Frieden lassen und nicht an ihm herum knabbern – weiss Johannes: Das Wasser ist eiskalt, siffig und riecht nach Fisch. Nichts jedenfalls, was ein vernnftiger Mensch mit Freude an seine Haut kommen lassen wrde.

Geschrieben von Johannes Haupt am Montag 2. Juli 2007

Ftterung der Ungeheuer

Allmontgliche Fischverftterung an die drei „Show-Delfine“ Dalila (w/~30j), Ulise (m/~22j) & Ademis (m/12j). Whrend Di.-So. die Ftterung mit den Shows verknpft ist, wird Montags – das Aquarium ist geschlossen – das Getier recht schnrkellos bergeben. Dass Fische als Belohnung fr Tricks von Trainer wie Delfinen als ungleich spannender angesehen wird, ist nicht zu bersehen.

Geschrieben von Johannes Haupt am Montag 25. Juni 2007

So tun als ob

Drei der vier wesentlichen Kollegen von Johannes im Aquarium bei dem, was man hier so unter „Arbeit“ versteht: Abraham (Grofisch-Pfleger – mit Handy), Dikfrey (Kleinfisch-Pfleger – dazukommend) & Jose (Delfin-Pfleger & -trainer und Johannes‘ Chef – am Fische-Zerschneiden).

Geschrieben von Johannes Haupt am Montag 4. Juni 2007

Fisch fuer Fruchtfresser

Kann man auch machen: Von der Delfinfuetterung uebrig gebliebener Fisch wurde kurzerhand an sich eigentlich vegetarisch ernaehrende Affen weitergereicht. Den Tieren scheints geschmeckt zu haben.

Geschrieben von Johannes Haupt am Samstag 26. Mai 2007

Delfine kuessen

Peinliche 1:20min fuer eine denkbar simple Uebung aus dem Showprogramm. Immerhin gab’s Applaus von der Putzfrau.
Der Kerl hinter der Kamera & auf der Wand (Ende) ist Johannes‘ Chef & der eigentliche Delfintrainer, Jos. Mehr spaeter.

Geschrieben von Johannes Haupt am Donnerstag 24. Mai 2007

Chicas

Johannes, Bonita (Schoenheit)
Auch Aturo wollte mal

Natuerlich wusste Johannes: Die beiden Frauen haben sich nur an seinen Kollegen und ihn rangemacht, um bei der Fuetterung auch mal die Delfine streicheln zu koennen. Die Gelegenheit auf ein huebsches Foto hat er sich aber nicht entgehen lassen.

Geschrieben von Johannes Haupt am Sonntag 20. Mai 2007

Der Job

Der alte Mann und das Meer

Nachdem die ersten zwei Wochen in Venezuela fr Aklimatisierung draufgingen – sozusagen nebenbei arbeite Johannes im Grtereiunternehmen seiner Gastmutter und kmmerte sich um die Grnanlagen von reichen Venezolanern – fing er Anfang Mrz im Aquarium de Valencia an. Wie erwartet, war man nicht wirklich auf ihn vorbereitet und hatte keine festgelegte Ttigkeit fr ihn erdacht.
Nachdem ihm von der einzigen englisch sprechenden Angestellten die rtlichkeiten gezeigt und die Kollegen vorgestellt wurden, jobbte er einen Monat lang in immer anderen Bereichen. Mal war er in der Quarantnestation ttig und pppelte dem Aquarium bergebene Opfer von Verkehrsunfllen auf, mal verftterte er lebende Ratten an Schlangen. Auch machte er zahlreiche Fhrungen von Schulklassen mit, die von Volontren (17-jhrigen Touristikstudenten) begleitet wurden.
Mittlerweile arbeitet Johannes fix als Assistent des Delfintrainers. Seine Aufgaben: Gefrorene Fische mundgerecht zerschneiden und an die fnf Delfine verfttern sowie die Suberung des Beckenbodens, wofr er sich jeden Tag in einen Tauchanzug zwngt und eine Stunde lang in vier Metern Tiefe den Boden des 120 Jahre alten ehemaligen Trinkwasserspeichers mit Schmirgelpapier von Algen befreit. Er arbeitet fnfmal wchentlich von „8:30“ bis „12:00“ sowie zweimal Nachmittags von „13:00“ bis „16:30“. An den anderen Tagen verhindern Sprachstunden nachmittgliche Arbeit. Die Anfhrungsstriche sind als Verweis auf die flexible Handhabung der Arbeitszeiten zu verstehen.

Geschrieben von Johannes Haupt am Montag 14. Mai 2007

Aquarium de Valencia

Auf der Suche nach Nahrung (Popcorn der Besucher)

Laut Lonely Planet der Anziehungspunkt fr Einheimische. Zoo mit angeschlossenem Aquarium auf insgesamt acht Hektar. Auerdem zwei Restaurants (Pizzas & Cachapas), drei Verkaufsbuden fr Kleinkram und ein Kinder-Vergngungspark auf dem Gelnde. 450.000 zahlende Besucher im Jahr 2006 bei rd. 35 Angestellten.
Das Aquarium beherbergt die grte Anzahl an Fischarten (ausschlielich Swasser) in ganz Lateinamerika, dass Zoologico ausschlielich in Venezuela beheimatete Tiere: Unter anderem Tiger, Jaguare, fnf versch. Affenrassen und allerlei Federvieh.
Aushngeschild und Hauptattraktion des Aquariums sind fnf Amazonasdelfine, 5/6 des weltweit in Gefangenschaft lebenden Bestandes dieser Art. Drei der Tiere fhren in mehrfach tglich (dreimal werktags hauptschlich fr Schulklassen, sechsmal am Tag Samstags & Sonntags fr dann sehr viel mehr Besucher) stattfindenden Shows ihre erlernten Kunststcke vor.
Gegrndet in den 70er Jahren von einem Privatmann (J.V.Seijas), getragen von dessen Stiftung sowie der Stadtverwaltung. Aktueller Eintrittspreis: Umgerechnet etwa EUR 1,- fr Erwachsene, Rabatte fr Gruppen und Kinder.

Geschrieben von Johannes Haupt am Sonntag 13. Mai 2007

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